Psychedelic Circus Festival 2014 Impressionen

Ich war mal wieder auf einem Festival. Mach ich ja selten. Dieses Mal besuchte ich mal wieder das beschauliche Psychedelic Circus Festival mit ca 4-7 Tausend Gästen. Dieses Mal fand das 3 bühnige und 1 zeltige Spektakulum in Wandlitz bei Ludwigslust statt. Mit ein paar auf Video gebannten Eindrücken und sonnenbrandigen Ausdrücken behalte ich das Festival in schöner Erinnerung. Es hat mir gut gefallen dort zu spielen. Mein Chillstep-Set könnt ihr Euch übrigens hier anhören:

Rypzylon – Psychedelic Circus Festival Chillstep/ DJ-Set June 2014 by Rypzylon Maligne on Mixcloud

Kräutergartengeschizzle

Ab und an grabsche ich ja mit meinen Patschehändchen in modriger Erde rum. Ab und an patsche ich auch mit meiner Grabschehändchen an Kameras rum. So kam eines zu dem anderen und ich habe ein wenig Gartenarbeit auf Video festgehalten. Sehen Sie mich hier in der Rolle eines verblüfften Möchtegern-Gärtners, der zum ersten Mal aufblasbare Weltraumerde entdeckt.

Im packenden zweiten Teil dieses Gärtner-Thrillers erfahren Sie wie es den Pflanzen ergangen ist.

Da ich ja Vegetarier aus purem Pflanzenhass bin, werden sie nun nach und nach zur Schlachtbank geführt und genüsslich ohne Reue mit anderen Speißen zerwürzt.

Buch Rezension – Diverse – Rückkehr ins Stirnhirnhinterzimmer

Rückkehr ins Stirnhirnhinterzimmer

 

Bei der Rückkehr ins Stirnhirnhinterzimmer handelt es sich um einen weiteren Band mit Kurzgeschichten von den 3 Autoren Boris Koch, Christian von Aster und Markolf Hoffmann. So präsentieren sich in diesem  200 Seiten dünnen Buch 18 abwechselnd abwechslungsreiche Texte über beispielsweise suizidgefährdete Feen, unschuldig inhaftierte Teddybären im Kuschelquantanamo oder einem Mann der Menschen mit Akkubohrern reparieren kann und sogar diplomierte Leichenzähler. Was sich alles total fantastisch und wunderbar anhört, kann leider nur teilweise mit der tatsächlich dargebotenen Qualität der Geschichten mithalten. Eine Qualitätsabwegung und Zusammenfassung zu geben ist nicht möglich, zu unterschiedlich sind die Geschichten. Einige Texte haben mir richtig gut gefallen und andere wollte ich schlussendlich nur überfliegen damit sie endlich enden. So belanglos lesen sie sich. Größtenteils fühlte ich mich aber gut unterhalten und hatte oft ein fiepen auf den Lippen aufgrund der vielen innovativen und kreativen Ideen. Oft  boten sich mir Gründe über die gerade gelesene Geschichte nachzudenken und sie zu reflektieren. Häufig ist man sich dabei nicht sicher, ob das Geschriebene einen ernsten Hintergrund besitzt, da viele Themen ins Phantastische und Absurde abdriften. Vieles lässt sich aber auf aktuelle kulturelle, politische oder gesellschaftliche Themen projizieren. Wenn man das denn will. Wenn nicht, sind die Geschichten trotzdem äußerst unterhaltend und kurzweilig. Ich kann dieses Buch also für ein kurzweiliges Lesevergnügen empfehlen weil die Drei wissen zu schreiben. Das sind keine blutleeren seelenlosen Texte. Da swingts, das groovt es, und der eher seitenarme Band bietet mehr ‚Inhalt’ als so mancher 800-Seiten-Schinken.

Bahnhofshaltestellenromantik

Bahnhofshaltestellenromantik – Von ungeschliffenen Diamanten, die lieber Steine sein wollen.

Manchmal verkaufe ich gerne Voodoo, wie so ein Billigreise-Veranstalter. Durchaus nicht seriös. Dafür mit viel Leidenschaft. “Erlebe das besondere Leben!”, sage ich dann immer. Ich verkaufe glückliche Urlaubstage für Menschen ohne Makel, dafür mit Fehlern. Es fällt mir leicht deine Tage nach Farben zu sortieren. Sind die meisten doch von grauer Natur. Dafür brauche ich sie nicht mal mit schwarzem Filzstift unsauber ankrickeln. Nun stehe ich hier also am Durchgangsbahnhof. Wartend wie viele andere Menschen auch. Gescheiterte Existenzen wie ich geben gerne Lebenstipps, wie Versprechungen für Urlaubsreisen zur Glückseligkeit. Ganz angenehm vielleicht, jedoch immer von zu kurzer Dauer. Was bleibt ist ein Leben als tristes Wartezimmer. Die Sehnsucht nach dem Mehrwert malt an diesen Wänden dann lieblose Kreise. Nur selten bietet sich die Gelegenheit einen Zug zur Glückseligkeit zu erwischen. Die meisten Züge halten ja nicht mal an diesem Bahnhof an, sondern rauschen einfach durch. Man erkennt diese Glückszüge ja nicht mal wirklich. Alle Züge sind führerlos. Einige Waggons sind schon gezeichnet vom Leben. Einige mit bunten Graffitis, andere mit tristen Tags verschandelt. Das sagt aber nur wenig über ihre bisherige Laufbahn und ihre weitere Strecke aus. Schienenloses Rauschen. Auch Penner verkaufen hier gute Gewissen für Kleingeld. Penner wie du und ich. Da stehen wir nun an einer Ubahn-Station des Lebens. Es kommt nicht darauf an dem Leben sichere ausgebaute Schienen zu geben, sondern das Schienennetzwerk zu erweitern. Es kommt auch nicht darauf an dem Leben mehr Jahre zu geben, sondern den Jahren mehr Leben. Der leichte Weg ist selten der Bessere. Umwege fördern die Sehnsucht, dem Bestrebten, näher zu kommen. Alles dauert so lange wie es soll. Ich erzähle dir mit zitterig gebrechlicher Stimme vom besseren Leben. Vom Leben außerhalb dieses Bahnhofes. Dort wo Züge einen hinbringen können wenn sie halten, wenn man schnell ist und einen erwischt bevor er überfüllt ist. Du erfragst so viele Details, die ich gerne bereit bin zu erklären. Ich erzähle von Diamantensplittern aus Träumen, die zusammengesetzt ein wundervoll funkelndes Zukunftsmosaik ergeben. Es tut gut dir davon zu erzählen, wirkst du doch so verständnisvoll. Es ist nicht nur gut weil es im Moment gut ist. Es muss generell gut sein, dann macht es Sinn. Wir leben in einer Zeit, die Ruhe sucht und Stille fürchtet. Alle Augen schauen, wenige beobachten, sehr wenige erkennen. Ich flüstere bitter tropfende Erkenntnisse in dein Ohr. Plötzliche Stille. Aus heiterem Himmel fällt ein Moment nieder. Wieder prasseln deine Worte auf mich ein. Ich verstehe sie nicht mehr. Weißes Rauschen. Die durchfahrenden Züge werden immer mehr, immer lauter. Deine Stimme wird eins mit den quietschenden Schienen. Ein bremsender Zug sprüht Funken in meinem Herzen. Er hält wirklich an. Viele Züge fahren in deinen Bahnhof. Doch nur wenige in deinen Aufenthaltsbereich. Viele kleine Schritte wagst du bedacht zurück. Wenn vorwärts keine Richtung ist, kann man natürlich auch auf felsigen Standpunkten verharren. Irgendwas will von deinem Inneren nach außen. Aber es stockt in deinen Augen. Schau mich an? Was ist denn übrig von mir? Ich habe jeden deiner Gedanken verstanden, jedes Gefühl mitempfunden und dennoch konnte ich die Mauern nicht einreißen. Wenn du ganz leise bist, kannst du schon das Zittern der Mauern hören, die du einreißen wirst. Mauern einreißen kann jeder. Helden räumen Schutt und Asche auch weg. Einer der schwersten Kämpfe ist zwischen dem, was du fühlst und dem, was du nun weißt. Du stehst in der Zugtür und ich versuche dich ein letztes Mal zu erreichen. Ich komme auf dich zu. Doch du stößt mich zurück. Ich taumle zurück und zerberste die gläserne Reklametafel hinter mir. Ich bastle mir Glasflieger aus den neurologischen Effekten der zersplitterten Scheibeneinrichtung und lande damit in einem irrationalen Traum. Ein neues Leben für einen neuen verlorenen Traum. Das ist der Fluch in unserem Leben. Wir rufen nach der Liebe und rennen dann schreiend davon, wenn sie herbeikommt. Danke für alle Zweifel und Fragen. Für die Einsamkeit und den Schmerz, in dem du mich zurücklässt, als der Zug seine Türen schließt. Inspiriert es mich doch auf zweierlei Wege. Dein Sehnen nach leichter Kost. Gerne als Krimi für den Funken Spannung im Leben. Menschen sind schon lange nicht mehr bereit die Päckchen und Tracking Survival Rucksäcke des Anderen zu tragen. Fürchten sie die eigenen verwinkelten Ubahn-Tunnel doch zu sehr. Gerne überlassen sie jedoch ihren Wegbegleitern ihren hippen Großstadtjutebeutel voller Kleinkram. Stein, nun hältst du nur noch her für Geschichten, die du selbst nicht verstehst. Licht und Schatten heißen die Arme der Liebe. Ich möchte den Bahnhof anzünden, weil man die Nacht so selten wütend sieht. Da liege ich nun, lebe Diamantsplitter des besonderen Lebens, welches du so sehr begehrst und doch nicht willst. Allein. Ich fresse meine Demut. Die Gleise nach außen habe ich doch schon längst abmontiert.

Follow Me Around – Computerspielemuseum und Interface Bar

Ich war mit Freunden in Berlin unterwegs. Genau genommen waren wir im Computerspielemuseum und anschließend würgten wir unsere Eindrücke davon in der Interfacebar runter. Doch dazu blieb nicht all zu viel Zeit. Denn schon dort wartete ein recht knackiges Nerdquiz mit vielen kniffligen Fragen, die es zu lösen galt. Wir haben uns recht durchschnittlich geschlagen und lagen am Ende im Mittelfeld. Das hätten wir nicht erwartet. Hielten wir uns doch für sehr bewandert in Nerd und Geek Fragen rund um Serien, Musik und Computerspielkultur. Ein rundum gelungener Tag. Sowohl das Computerspielemuseum als auch die Interfacebar kann ich gerne weiter empfehlen.