Vampir meines Herzens – Ein Zerfallszyklus in 3 Akten.

Vampir Meines Herzens (I. Akt)

Ermüdet von ewiger Einsamkeit liege ich da,
Mein Leben nehme ich nur entfernt noch war,
Doch von dir geht diese Wärme aus,
Führ mich doch in die Nacht hinaus.
Kalt wie Stein und still ist mein Herz,
Berührst es sanft, vorbei ist der Schmerz.
Ich kann’s wieder fühlen, die Flamme brennt,
War es doch nur ein Moment der uns trennt.
Furcht und Sehnsucht streiten sich in mir,
Ist es nur wahnsinnige Gier nach dir.
Oder viel lieber die Tötung der Einsamkeit,
Die mich doch so quält seid langer Zeit.
Ein Feuer entfacht in meiner Brust,
Wortlos, ungesagt hab ich doch Lust.
Wenn ich nachts alleine liege,
Begehr ich doch so sehr deine Liebe.
Du schenkst mir den ewigen Kuss,
Der nicht anders kann und brennen muss.
In kalter Starre zerfalle ich in Scherben,
Welch Entscheidung bringt mehr Verderben.
Ich denke an das kommende Leid,
An meines und eine andere Seele die schreit.
Ich fühl den Schmerz wenn du mich berührst,
Bin mir jedoch im Unklaren ob du ihn spürst.
So schnell es begann war es auch dahin,
Suchst die Flucht in der Dunkelheit tief drin.
In einem Meer aus Gedanken schlaf ich ein,
Schwer beschädigt wird meine Festung sein.
Ein weiteres Mal liege ich im eisernen Glanze,
Warte auf einen anderen Kuss, auf eine neue Chance.
Sieh in mein Herz, den es weint noch,
Ein Brachland der Seele, ein schwarzes Loch.

Rypzylon, den 1.2.2004

Vampir Meines Herzens (II. Akt)

Von vollkommener Vorfreude bin ich verführt,
Einst hast du in mir ein Flämmchen geschürt.
Über tausend Sterne bricht tiefste Nacht hinein,
Komm doch wieder und lass mich nicht allein.
Nun erscheinst du mir ein zweites Mal,
Berührst mich und erlischt meine Qual.
Vor meinen Augen verschwimmt die Realität,
Alleine wenn du nur vor mir stehst.
Durchschaust doch mein Begehr nach dir schon lang,
Fängt dein bittersüßes Spiel mit mir schnell an.
Bereit um fortzusetzen in finsterer Maskerade,
Zerbricht in mir die große Fassade.
Du bringst die Kraft und die Herrlichkeit,
Die Macht für die viel zu kurze Ewigkeit.
Du Mädchen mit deinen schwarzen Augen der Nacht,
Welch Gelüst hat dich auf mich gebracht.
Ich bin verführt von deinem weißen Leib,
Die Liebe zu dir ist es die sich durch meine Adern treibt.
Tief in mir drin ist mir jedoch vieles nicht klar,
Bin ich König oder einfach nur ein Königsnarr.
In meiner Brust bin ich zum schreien bereit,
Ein heiliger Gesang auf Zweisamkeit.
Mein Herz verliert dich so einfach nicht,
Es ruft nach dir wenn es mit mir spricht.
Schaue so gerne einfach nur in dein Gesicht,
Erfüllt es mich doch mit weißem Licht.
Die Zeit will es nicht und verstreicht viel zu schnell,
Die Dämmerung kommt und es wird bald hell.
Gib mir noch einen ewigen Kuss,
Der nicht anders darf und brennen muss.
Ich rufe deinen Namen und du hörst mich nicht,
Meine Seele schreit dir nach „Ich liebe dich“.
Morgengrauen hat dich davon getragen,
Würde dir doch gerne so vieles mehr noch sagen.

Rypzylon, den 18.02.2004

Vampir meines Herzens (III. Akt)

In tiefster Dunkelheit finde ich keine selige Ruh,
Ich liege wach und höre meinem Herzen zu.
Als dann im Gedanken deine Stimme erklingt,
Flieg ich auf dem Liedchen davon was sie singt.
Auf den Straßen fehlt ein stetiges Leben,
Am Firmament kann ich nur dein Gesicht sehen.
Rastlos folge ich dem Horizont,
Hoffe dass dein Antlitz schnell näher kommt.
Vor meinem geistlichen Auge verschwindest du,
Auf einmal deckt tiefste Dunkelheit mich wieder zu.
Ich rufe dich und du hörst mich nicht,
Schrei dir nach: „um dich zu lieben lebe ich“.
Bleibe stehen um meine Gedanken zu wahren,
denke an mein Spiegelbild in deinem Armen.
Mein Herz schreit meine Gefühle heraus,
Kann dich nicht sehen von hier aus.
Ich versteh kein Wort von dem was es mir erzählt,
Weiß jedoch genau warum es mich so quält.
Einsamkeit umgibt mich zu dieser bitteren Stund,
Ungesagte Worte schmerzen in meinem Mund.
Ich vermisse dich und sehne mich nach dir,
Wünsch mir du wärst jetzt nah bei mir.
Mir ist so kalt und ich glaub zu erstarren,
Spüre eisige Kristalle meine Glieder hinauf fahren.
Wenn du mich küsst geht es mir ins Blut,
Balsam für die Seele und es tut mir so absolut gut.
Es fällt mir schlagartig wieder ein,
Was so ist muss eben auch so sein.
Ich glaubt was zu verlieren was nicht mal meines war,
Schallendes Gelächter nehme ich nur entfernt noch wahr.
Wenn dann kommt das Morgenrot,
Ist es wohl meines Herzens Tod.
Ich wach auf aus diesem finsteren Alptraum,
Und darf wieder in deine schwarzen Augen schauen.

Rypzylon, den 23.02.2004

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s