Die Hure aus dem Eispalast

Du Hure aus dem Eispalast,
Was trägst Du für ne‘ schwere Last?
Durch kaltes Herz bist Du gelenkt,
Welches Mitmensch keine Liebe schenkt.

Nicht lang kannst Du bei Einem bleiben,
Musst dich nähren, musst es treiben.
Stetig auf der Suche und ohne Ruh,
Siehst den Verfall Deines nächsten Opfers zu.

Ein Schluck von Deinem Zaubertrank,
Macht Dich Willenlos und Krank.
Ekel vor Ihm und Dir, vergisst Du dann schnell,
Wahre Hässlichkeit blendet doch so grell.

Begehrst es, verführst Ihn, bekommst es.
Oh es wird mal wieder ein Fest.
Auf zu Deinem Gefängnis, zu Deinem Eispalast,
Benutz Ihn, raub es, sperr Ihn in den Knast.

Sichtlich genießt Du Deine Macht,
Du bist die Hure, die Königin der Nacht.
Dein Begehr ist, dass dein Hunger erlischt,
Glücklich kann sich schätzen, wer Dir entwischt.

Wenn jemand schafft, deiner Gier zu entfliehen,
Lässt du ihn ganz einfach davon ziehen.
Machst Dir keine Gedanken drüber, Dir doch egal,
Du weißt ja genau, dass Du hast die Wahl.

Weißt nicht, warum es das Letzte ist,
Merkst nicht, dass Du alleine bist.
Armes Kind, zeigst keine Träne,
Denn kaltes Blut fließt durch Deine Vene.

Noch heute Nacht wirst du ihn berauben,
Das letzte was Er hat, seinen Glauben.
Du wirst verachtet, an sich häufenden Orten,
Musst dich auf der Weltenbühne verantworten.

Rypzylon, den 24.06.2004

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