Meine Kindheit und eine handvoll Asche

Ich versteckt einst ein Kind im Schrank
Trug es zu Grabe, verbuttelte es im Sand
Stecke auch noch einen Samen hinzu
Ein Grabstein, spendet Schatten dazu
Nach kurzer Zeit dort eine Rose rangt
Zart und zerbrechlich, im Winde schwangt
Heute besuche ich sie oft und weine
Schau drauf, stundenlang mit kurzer Weile
Alt und ergraut ist nun meine Erscheinung
Bin verbittert, voll innerlich Beleidigung
Auch die Rose lässt ihre Blätter im Wind
Wäre gerne, ja immer gern noch ein Kind
Unerträglich ist mir meine schwere Last
Schaufel zur Hand, Stich auf Stich mit Hast
Ein erster Blick auf das zierliche Kind
Spiegelblick, sich nur Asche drin befind
Ich will mich auch schnell betten dazu
Will schlafen, mit Glück und mit Ruh
So wohlfühlend Wärme umgibt mich
Aus zwei mach wieder eins, stört uns nicht!

Rypzylon, den 8.09.2004

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