Buch Rezension – Dana S. Eliott – Taberna Libraria – Die magische Schriftrolle

Dana S. Eliott – Taberna Libraria – Die magische Schriftrolle

Unter dem Namen Dana S. Elliot veröffentlichte das ostwestfälische Autorenduo Sandra Dageroth und Diana Kruhl dieses Jahr den Fantasy-Roman „Taberna Libraria: Die Magische Schriftrolle“, der erste Teil einer Tetralogie. Zuerst exklusiv nur für Kindle und nun auch als Taschenbuch erhältlich.

Corrie und Silvana wollen einen Buchladen irgendwo in der Pampa namens Woodmoore eröffnen. Ein scheinbar verschlafenes Nest. Doch schon bald entdecken sie im Keller des erstandenen Ladens ein Portal zu einer Parallelwelt mit allerhand übernatürlichen Geschöpfen und Magie. Und so sind körperlose Stimmen und seltsame Buchbestellungen erst der Anfang von einem Abenteuer, bei dem Corrie und Silvana sich den Plänen eines finsteren Magiers entgegenstellen müssen.

Klingt als Plotausgang erstmal recht spannend. Im Falle von Taberna Libraria bleibt es aber auch nur beim klingt spannend. Ich fand das Buch echt blass, in jeder Hinsicht. Die Charaktere sind sehr schwach gezeichnet und man möchte sich auch gar nicht mit ihnen idendifizieren oder gar mehr über sie erfahren. Die beiden Hauptcharaktere sind auf Pseudohip getrimmt und agieren durchgehend dumm im Buch. Hier ist keine Weiterentwicklung der Charaktere zu entdecken. vielleicht passiert sie auch erst in den folgenden Büchern. Dabei beginnt die durchgängig einsträngige Handlung zuerst durchaus vielversprechend und spannend. Driftet dann aber schnell in Belanglosigkeiten ab. Durch den durchgehend flach ausgebauten Plot schaffen es die Charaktere auch nicht Tiefe zu bekommen. So quälte ich mich ab der Hälfte des Buches bis zum letzten Drittel und kurz vor Schluss hab ich mir gesagt: „Nej! Das Buch liest du nicht zu Ende.“

Ein grundlegenden Fehler, den das Buch macht, ist der Versuch ein Erwachsenen-Fantasy Roman zu sein. Angelehnt wird sich hier an zu große Vorbilder wie die Chroniken von Narnia oder Harry Potter. Letztendlich kommt es aber nicht über ein Kinder,- oder Jugendbuch hinaus. Würde es sich eingestehen ein solches zu sein könnte es auch ein gutes Buch sein mit der gestrafften Abhandlung ohne viel Emotionen oder Beweggründe der Protagonisten. Auch der Schreibstil ist sehr schlicht und einfach gehalten.

Ich habe das Buch für 2.99 Euro für den Kindle erstanden. Nun kostet es kurioserweise 9.99 Euro. Genau wie das Taschenbuch. Noch dubioser finde ich, dass das Buch nun nochmal in einzelne Kapitel für jeweils 1.79 Euro im Amazonshop aufgesplittet wurde. Des Weiteren glänzt das Buch mit vielen 5 Sterne-Top Bewertung. Hier haben die Autoren sicher durch gut platziertes Marketing nachgeholfen. Leider schafft dies auch Interessenten wie mich, für die das Buch nicht geschrieben ist. Es ist eher für den „Ich lese jeden Fantasy Schund“-Leser. Es bleibt einem an neuem, guten Lesefutter Interessiertem – insbesonders im Bereich der tückischen Untiefen der „selbstverlegten“ Werke – ausschließlich selbst überlassen, sich eine eigene Meinung zu bilden, ob das Buch den eigenen Erwartungen und Ansprüchen gerecht werden kann oder nicht.

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