Buch Rezension – Toby Fuhrmann – Ich trag ein Massengrab im Herzen

Toby Fuhrmann – Ich trag ein Massengrab im Herzen

Ich trag ein Massengrab im Herzen: dann bin ich weniger allein, lautet der Titel des Erstlingswerkes von Toby Fuhrmann. Ums gleich vorweg zu nehmen: So geil der Titel des Buches ist, so scheisse ist der Rest des Inhalts. Auf knapp 140 Seiten bekommt man hier eher fade und lieblos zusammengeklatschte Antipop-Literatur ohne Tiefgang, Wortwitz oder sozialkritischen Hintergedanken. Also sprich die Hauptzutaten des Antipop fehlen hier einfach mal komplett.

Der Durchschnittslooser-Typ Anthony verliert seine Freundin, weil ein Bus sie einfach weg geklatscht hat. Wird sie halt beerdigt. Anthony bändelt mit einer neuen Tussi an, die wiederum mal vergewaltigt wurde und er macht sich dann auf dem Weg sie zu rächen.

Gähn… Das Buch ist zum Glück sehr zügig durchgelesen. Dem einen oder anderen Leser werden wahrscheinlich Textzeilen zu anstößig sein, aber gerade das macht ja die Anti-Pop Sparte eigentlich aus. Der Autor hat lediglich vergessen diese Textzeilen dann mit kritischem Wortwitz zu hinterfragen oder halt ein komplexeres Story-Gerüst zu erschaffen. Die Handlung bleibt durchweg einsträngig und die Charaktere auch komplett blass gezeichnet. Hier wird einfach Momentaufnahme an Momentaufnahme aneinander geklatscht und dem Leser präsentiert. Hier wäre durchaus mehr drin gewesen. Für den „Ick lese jegliche Antipop-Literatur-Schund-Leser“ mag das was sein. Mir ist das aber definitiv zu wenig geistige Nahrung.

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